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DFO in NRW Auf dieser Seite erhalten Sie Informationen über nennenswerte Aktivitäten des LV NRW der vergangenen Jahre, die aber in die Gegenwart hineinreichen und somit nichts an Aktualität verloren haben. |
| Landesverbandsbeize 2008 für die Vögel vom niederen Flug Zum fünften Mal in Folge hat in diesem Jahr die Landesverbandsbeize für Vögel vom niederen Flug und Krähenfalken in den Revieren im Raum Koblenz stattgefunden. Natürlich war auch diesmal Volker Conrad Initiator, Gastgeber, Veranstalter. Auch an dieser Stelle sei ein ganz herzliches Dankeschön an ihn und seine Brigitte, die ihn maßgeblich unterstützt hat, gerichtet. Es wurde an zwei Tagen mit 28 Beizvögeln in 5 Revieren gebeizt. Dabei kamen 3 Krähen, 1 Schnepfe, 3 Hasen und 73 Kaninchen zur Strecke. Ein ausführlicher Bericht zu dieser Veranstaltung folgt im nächsten Tinnunculus. Vorab finden Sie auf dieser Seite in der Rubrik “Bilder” eine Zusammenfassung. zur Bildergalerie | |
Vogel des Jahres 2007![]() Turmfalke (Falco tinnunculus) Obschon der Turmfalke als Beizvogel keine Verwendung findet, verdient der Namensgeber unserer DFO-Broschüre doch unsere Beachtung. Auffälligstes Merkmal dieses etwa taubengroßen Falken ist der Rüttelflug (Rüttelfalke). In der Luft stehend späht er dabei mit breit gefächertem Stoß und schnellen Flügelschlägen nach Beute, vorzugsweise Mäusen. Das lässt sich auf Feldern, an Autobahnrändern und auch in städtischen Gebieten beobachten. Wer von uns Falknern je diesen kleinen Falken in Händen hatte, sei es zur Aufzucht oder als Pflegling, weiß um sein zauberhaftes Wesen und ist um seinen Schutz bemüht. Seine Art gilt als nicht gefährdet und er ist der nach dem Mäusebussard am häufigsten vorkommende Greifvogel, doch gehen mancherorts seine Bestände zurück. Um dazu möglichst genaue Kenntnisse zu erfahren, findet in diesem Jahr eine bundesweite Kartierung statt, wozu auch die Falkner um Beteiligung gebeten werden. Detaillierte Informationen zu diesem Projekt finden Sie hier. Turmfalken-Kartierung | |
| Greifvogelschutz Das Ministerium für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes NRW teilt mit: Minister Eckhard Uhlenberg: "Düsseldorfer Erklärung gegen illegale Greifvogelverfolgung" unterzeichnet Das Landesumweltministerium, die nordrhein-westfälische Ornithologengesellschaft, der Landesjagdverband NRW, die Landesgemeinschaft Naturschutz und Umwelt sowie die Umweltschutzverbände BUND und NABU haben eine gemeinsame Erklärung zum Schutz von Greifvögeln unterzeichnet. Obwohl heimische Greifvögel das ganze Jahr unter Schutz stehen, werden sie illegal geschossen, vergiftet, in Fallen gefangen oder ihre Nester werden zerstört. Bei einigen Arten, insbesondere beim Habicht und Rotmilan, drohen Bestandsrückgänge oder sind bereits gebietsweise festgestellt worden. Mit der "Düsseldorfer Erklärung gegen illegale Greifvogelverfolgung in NRW" sprechen sich alle Beteiligten geschlossen gegen dieses illegale Töten aus und wollen den Greifvogelschutz intensivieren sowie mehr in der Öffentlichkeit bekannt machen. Umweltminister Eckhard Uhlenberg: "Dieses illegale Töten von Greifvögeln werden wir nicht länger tolerieren. Es handelt sich hier nicht um ein Kavaliersdelikt, sondern um eine Straftat, die mit bis zu fünf Jahre Gefängnis geahndet werden kann. Greifvögel sind ein wichtiges Glied in der Kette des heimischen Ökosystems, doch diese Erkenntnis hat sich leider nicht bei allen Zeitgenossen durchgesetzt. Mit der Düsseldorfer Erklärung wollen wir hier ein Zeichen setzen, dem Taten folgen werden. Unter anderem wird die im letzten Jahr im Umweltministerium eingerichtete Stabsstelle Umweltkriminalität diese Fälle dokumentieren und die für die Verfolgung dieser Straftaten zuständigen Behörden bei ihrer Tätigkeit unterstützen." Nordrhein-Westfalen hat vor allem für den Schutz des Rotmilans eine besondere Verantwortung, da in Deutschland über 60 Prozent der Weltpopulation leben. Alle Greifvogelpopulation haben vor allem in den fünfziger und sechziger Jahren massive Bestandsrückgänge zu verzeichnen gehabt, die unter anderem durch den Einsatz des Pflanzenschutzmittels DDT verursacht wurden. Seit 1970 haben sie ganzjährig Schonzeit. Düsseldorf, 29.08.05 Dazu sei vermerkt, dass der DFO-NRW diese Erklärung in jeder Hinsicht mitträgt. Die unterzeichnete Resolution | |
![]() Harris Hawk | |
| Seminar/Prüfung Als 1977 laut Bundesjagdgesetz sowohl die Jäger - als auch die Falknerprüfung zur Erlangung des Falknerjagdscheines Voraussetzung wurde, war NRW das erste Bundesland, das schon im darauf folgenden Jahr ein Jungfalknerseminar zur Vorbereitung und auch die Falknerprüfung anbot. Es sind Helmut Kühnen und Dr Alfred Beckers, die man mit Fug und Recht als Väter des Seminars bezeichnen kann, denn sie haben es mit beispiellosem Engagement ins Leben gerufen. Ursprünglich war das Seminar als eine Unterstützung für DFO-Mitglieder gedacht, aber sehr bald schon zeigten auch Falkner aus anderen Bundesländern, anderen Falknervereinigungen und absolute Neulinge Interesse. Von Beginn an hat das Seminar im Jägerlehrhof in Brüggen stattgefunden. Zwischenzeitlich haben Seminarleiter, Referenten und auch Prüfer mehrfach gewechselt. Nach wie vor machen sich die Funktionäre Gedanken über eine noch bessere Ausbildung, ist doch das Ziel, so viele wie nur möglich von den Seminarteilnehmern erfolgreich durch die Prüfung zu bringen Fazit nach über 25 Jahren ist, dass die Seminaristen immer eine deutlich höhere Erfolgsquote bei der Falknerprüfung zu verzeichnen hatten als diejenigen, die sich allein vorbereitet hatten. Wenn man sich heute bei Gemeinschaftsbeizen umsieht, muß man feststellen, dass es in NRW sehr viele sehr gute Beizvögel gibt. Dies ist zweifelsohne auch auf den hohen Qualitätsstandard des Seminars zurückzuführen. | |
Greifvogelschutz![]() Aufzucht verwaister Waldkauzkinder Nach ersten Erfahrungen mit der Auswilderung von in Gefangenschaft gezüchteten Wanderfalken in Berlin, Bayern und Hessen fand die erste Freilassung von Wanderfalken in Nordrhein-Westfalen im Jahre 1979 am Kölner Dom statt. Dieser bietet als gewaltiger Kunstfelsen mit seinem reichhaltigen Taubenangebot einen geeigneten Brutbiotop für den Wanderfalken. Nachdem der erste Versuch scheiterte, gelang es im Jahr 1984 durch gezielten Schutz und intensive Betreuung vier Jungfalken dort auszuwildern., wovon ein Paar ansässig wurde und schliesslich auch zur erfolgreichen Brut, seit dem Pestizidcrash, schritt. Damit war der Grundstein für die Wiederbesiedlung von Wanderfalken in NRW gelegt. Vielen unserer Mitglieder werden häufig verletzte Greifvögel zugetragen, z.T. arbeiten sie mit dem örtlichen Tierschutz zusammen. Insbesondere die aktiven Falkner sind aufgrund ihrer Praxis prädestiniert für die Pflege und Rehabilitation von Greifen. | |
| Öffentlichkeitsarbeit In diesem Punkt sind die Mitglieder in NRW immer sehr rege gewesen. Neben zahlreichen kleineren Veranstaltungen hat es auch mehrere nennenswerte Falknerei-Ausstellungen gegeben, wie z.B. in den 80er Jahren auf Schloss Homburg in Nümbrecht oder auch im Fuhlrott Museum in Wuppertal. Bei der Gestaltung und Dekoration von Ausstellungen, Informations- und Messeständen,etc. hat unser verstorbenes Mitglied Heinz Schröder herausragende Arbeit geleistet. Unermüdlichen Einsatz hat auch Dr. Alfred Beckers als excellenter Kenner der Falknereigeschichte gezeigt. Er hat über zwei Jahrzehnte hinweg eine Ausstellung auf Schloss Falkenlust in Brühl/Rheinland zusammen getragen, die ihresgleichen sucht. Vor zwei Jahren wurde Dr. Beckers vom Landschaftsverband Rheinland beauftragt, die Ausstellung zu überarbeiten und zu vergrößern. So kann man heute einen umfangreichen Überblick der kurkölnischen Falknereigeschichte zu Zeiten Clemens Augusts finden. Ein Besuch der Schlösser Falkenlust und Augustusburg ist dem Interessierten unbedingt zu empfehlen. | |
Tinnunculus![]() Um den Mitgliedern in NRW ein Plus an Information zu bieten, wurde im Jahr 1994 das bis dahin erschienene Rundschreiben nach einer Idee von Walter Bednarek vom "Tinnunculus" abgelöst. Die ursprünglichen Redakteure waren Dr. Michael Greshake, Bernhard Pöppelmann und Renate Tiedemann. Diese Falknerei-Broschüre stiess auf eine derart positive Resonanz, dass schon bald die anderen Landesverbände einstiegen und somit jeder über die News auch über die eigenen Ländergrenzen hinaus informiert ist. Der "Tinnunculus" erscheint zwei mal jährlich und wird jedem Mitglied automatisch zugestellt. Heute bildet er das Pendant zu unserem DFO-Jahrbuch und ist im Gegensatz zu diesem nicht im Buchhandel erhältlich. | |
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